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Die Operation von Joseph 2005

In der Vorbereitungsphase des Brunnenbaus in Antanamivony wurden wir auf ein Kind aufmerksam, das offenbar krank war.
Es war Joseph.

Joseph mit seiner Familie in Antanamivony.

Die Mutter sagte uns, er hat Schmerzen, beim Essen und auch beim Lachen.
Er muss operiert werden, doch dafür ist kein Geld da.

Wir luden sie ein nach Mahajanga und versprachen, uns um diese OP zu kümmern.

Zwischenzeitlich fand ich zwei Spender:
Klaus Gabers und Stephanie Böttner.

16.09.2005
Die Familie ist auch in Mahajanga eingetroffen, fast täglich stehen wir in Kontakt. Der Junge ist noch nicht im Krankenhaus. Wir mussten zunächst die Ärzte überzeugen, dass wir die Kosten übernehmen.
Doch jetzt steht der Behandlung nichts mehr im Wege.

 Der kleine Joseph und seine Eltern
 

26.09.2005
Der kleine Joseph hat alle Untersuchungen hinter sich.
Er kommt heute ins Krankenhaus. Morgen werden wir ihn untersuchen.
Am Mittwoch wird er operiert. Wir drücken alle die Daumen.
 

Der kleine Joseph wurde am 28.09.2005 operiert.
Am nächsten Tag hatte er noch Schmerzen, doch schon am Sonntag konnte er entlassen werden. Er befindet sich nun noch ambulant in Behandlung.

10.10.2005
Der kleine Joseph kam nach seinem Krankenhausaufenthalt auf die Terrasse. Seine Mutter und er holten uns ab, um uns ihre Familie in Mahajanga zu zeigen. Wir verabschiedeten uns.
Ich bin froh, dass alles gut verlaufen ist!

Er kann wieder ohne Schmerzen lachen.

 Nur eine kleine Narbe wird an die OP erinnern.

Die Familie bedankte sich bei uns.
Wir wurden zu einem Besuch bei den Verwandten in Mahajanga eingeladen.

 

Für den kleinen Joseph wurden gespendet:

200 Euro (jeweils 100 Euro von Klaus Garbers und von Stephanie Böttner) wurden gespendet = 2.400.000 FMG.
Ausgegeben wurden: für Fahrkosten der Familie, Arzneikosten, Krankenhausaufenthalt, Süßigkeiten, Essen und Verpflegung für Mutter und Sohn für 14 Tage, ein Spielzeugauto, ein Laufentchen und ein Fussball: 1.840.000 FMG, der Rest wurde der Familie in Bar gegeben.
Joseph wurde bei der Operation gleich beschnitten. Dies ist in Madagascar Anlass für ein grosses Familienfest, daher gaben wir den Rest der Spende in Bar für dieses Familienfest.

Im Mai 2006 kamen überraschend Joseph und seine Eltern zu mir nach haus und bedankten sich noch einmal mit 2 Hühnern und einer Gans.
Ich habe mich sehr gefreut, den Kleinen wiederzusehen.
Leider war meine Kamera kaputt und ich konnte keine Fotos machen.
Doch allein dieser Besuch zeigte mir, wie sehr wir geholfen haben.

Ein grosses Dankeschön an KLaus Garbers und Stephanie Böttner.