Frühlingskapriolen

Warum ist es wieder so kalt geworden?
Dafür bekommt Petrus nun keinen Orden,
nur mürrische Gesichter schauen hinauf,
nimmt er diese ohne Bedenken in Kauf?

Wir wollen doch endlich Frühling haben,
uns an den warmen Sonnenstrahlen laben,
dem lieblichen Gesang der Vögel lauschen,
das Blätterdach der Bäume soll rauschen.

Wann erweichen wir endlich sein Herz,
und er erlöst uns vom Winterschmerz?
Vielleicht sollten wir einfach beginnen,
gemeinsam ein Frühlingslied zu singen!

Dadurch kann er uns nicht überhören,
trotz falsche Tönchen, die ihn empören,
bläst Schneewolken weg, will's beweisen,
damit wir ihn wieder loben und preisen.

Wir stimmen alle ein, sonnenklar,
Hauptsache der Frühling kommt –
und ein Traum wird endlich wahr!
 

Sommerparodie

Endlich nur leichte und luftige Kleidung tragen.
Obst & Gemüse entlastet wohltuend den Magen.
Mit kaltem Bier will Mann die Wärme begießen?
Frau möcht’ gern im Bikini die Sonne genießen.

Scheint die Luft tagsüber schier zu flimmern
und die Menschen unter der Hitze wimmern,
hilft nur ins Wasser der erfrischende Sprung,
hält bestens unseren Kreislauf in Schwung.

Herrlich bunte Schmetterlinge flattern umher,
manchmal auch im Bauch, das kribbelt sehr.
Die Liebe geht um und sucht ihre Opfer aus,
Sommernächtlich nur draußen vorm Haus.

Drum raus aus einsamen Stuben behände,
die Zeit geht leider viel zu schnell zu Ende,
doch nur die wahre Liebe bleibt bestehen...
Hallo Sommer, freue mich aufs Wiedersehen!

 

Sommersprossen

Schaue oft ganz verdrossen,
auf meine Sommersprossen...
Auf'm Bauch? Nee, dort nicht,
nur auf Arme und im Gesicht,
denn sie sind doch gescheit,
liegen im Liegestuhl bereit...
warten auf Sonne, die Flecken
um in Mehrzahl mich zu necken!
 

Herbstzeit

 Der Herbst hat Einzug gehalten, bunt & zauberhaft,
half den Menschen bei der Ernte mit all seiner Kraft.
Zieht den Frost mit Farbenspiel in seinem Bann,
bis auch die letzte Frucht gepflückt werden kann.

Fällt vom Baum ein buntgeschecktes Blatt herunter,
tanzt es im Luftwirbel des Windes, frei und munter,
um seine letzte Reise zu genießen, und dies lange,
bis zum Reich von Mutter Erde - oder ich es fange!
Dann ziert es den Tisch im schönen Herbstgebinde,
bereitet uns viel Freude, den Alten wie dem Kinde!

In dieser Zeit vergehen die Tage schneller nun,
die Sonne nimmt sich Zeit, um öfters auszuruh’n.
Und mit jedem Tag wird es früher dunkel schon,
darum besteigt der Mond eher den Himmelsthron,
umringt von leuchtenden Sternen, groß und klein,
ist also, wie leider oft ein Mensch, niemals allein!

Wintergemütlichkeit

Das Feuer prasselt lustig im Kamin,
es duftet nach Holz und Kerzenjasmin,
wohltuende Wärme breitet sich aus,
entspannt lasse ich meine Seele heraus.

Sie schwebt zum Fenster, ganz in Ruh',
schaut dem Tanz der Schneeflocken zu,
ist verzückt von windigen Auf und Nieder,
es werden sehr schwer meine Augenlider.

Feuerschein züngelt ringsum die Wand,
zuckende, schwarze Gestalten - interessant!
Sehen aus wie Gespenster und Dämonen,
die wohl bereits in diesem Haus wohnen.

Bequem auf der Couch ausgestreckt,
werde ich vom Poltergeist geweckt!
Nein - ist meine Tochter, die stolpernde Maus,
morgen träume ich weiter - von meinem Haus...